Warum Public Relations ein Geheimtipp sind

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Bildquelle: ©istockphoto ZigaC, Marketingexperiments

Oft genug fehlen Public Relations bei der Marketingplanung und Durchführung von Maßnahmen. Völlig zu Unrecht, wie jetzt auch Zahlen belegen.

Presseveröffentlichungen sind gerade für kleine Unternehmen selten auf dem Marketingplan zu finden. Pressearbeit gilt als teuer und etwas für die Großen. Wer allerdings seinen Taschenrechner oder seine Tabellenkalkulation bemüht, wird nach einem Test häufig genug feststellen, dass die Pressearbeit langfristig eine sehr gute Investition war.

Kurzfristige Effekte

Direkte Zugriffe

Der erste kurzfristige Effekt werden mehr Zugriffe auf Ihre Site sein. Um für Sie nachvollziehbar zu machen, woher die zusätzlichen Zugriffe kommen, sollten Sie für Ihre Presseveröffentlichung entweder Ihre Links meßbar machen oder spezielle Landeseiten anlegen.

Erstere Möglichkeit mag auf den ersten Blick einfacher sein, indem einfach an einen Link meine-firma.de/beispielseite.htm?1105 angehängt wird. Doch in der Regel sind diese Adressen schwer zu merken. Besser ist es daher, den Aufwand nicht zu scheuen und spezielle Landeseiten zu erstellen, die einen sprechenden Namen haben.

Links von Pressesites: Extra-Nutzen durch längere Lebensdauer

Printmedien haben in der Regel auch einen Online-Auftritt. Je nach Medium werden Artikel auch dort veröffentlicht und – wo ein ausreichender Grund vorliegt – mit einem Link versehen.

Je nach Medium werden Pressemitteilung, beziehungsweise der entsprechende Artikel nebst Links mehrere Tage oder gar Wochen und Jahre bestehen. Und hier liegt bereits der Zusatznutzen gegenüber einer Anzeige in einer Suchmaschine. Denn während Sie für jeden neuen Kontakt bei einer Anzeige in einer Suchmaschine erneut zahlen müssen, sorgt der Link in einem Presseartikel potenziell länger für Kontakte. Eine Suchmaschinenanzeige jedoch erzeugt keine zusätzlichen Links.

Höhere Reichweite und Seriosität

Mit Pressemitteilungen erreichen Sie in der Regel ein größeres Publikum. Auch wenn Sie nicht immer eine gänzlich neue Leserschaft erreichen, so ist die Wahrnehmung eines gedruckten Artikels im Gegensatz zum Online-Medium eine andere.

Zum einen spricht die im allgemeinen lesefreundlichere Umgebung für eine (noch) bessere Aufnahme der Inhalte. Zum anderen ist natürlich – wenn wir schon beim Vergleich mit der Werbung sind – der Presseartikel seriöser als eine werbliche Anzeige.

Kosten pro Besucher geringer

Flint McGlaughlins MarketingExperiments.com zeigt in seiner Septemberausgabe 2005, welchen direkten finanziellen Vorteil Pressearbeit im Vergleich mit Google Adwords hat. Er untersuchte mit seinem Team neun verschiedene Kampagnen und konnte überall ähnliche Kostenspareffekte feststellen.

Dieses traf insbesondere auf Inhalte zu, bei denen die Schlüsselbegriffe im Suchmaschinenmarketing sehr hohe Klickpreise bedeuten.

Vergleich zwischen den Kosten von Google Adwords und Public Relations für bestimmte Schlüsselbegriffe

Vergleich-Google-PR

Quelle: Marketingexperiments

Schon die kurzfristigen Effekte können sich sehen lassen. Doch den wahren Wert von Pressearbeit stellen Sie erst im mittel- und langfristigen Zeitraum fest.

Langfristige Effekte

Anfragen von Medien/Interviews

Das Adeln durch die Presse weckt Vertrauen bei den Kollegen. Denn was erst einmal von einem Medium entdeckt wurde, kann nun von anderen Journalisten getrost vereinnahmt werden. Dass nach der Erstveröffentlichung das Thema für andere Medien uninteressant ist, ist in der Regel Unsinn. Wenn sich Ihre Pressemitteilung nicht mit ungewöhnlichen Enthüllungen beschäftigt – und das wird wohl eher selten sein – dann ist gerade eine Vorveröffentlichung ein gewisser Schutz für Journalisten. Denn auch Journalisten sind in gewissem Sinne Herdentiere, die gerade bei neuen Themen sichergehen wollen, nicht einem Hype aufzusitzen.

Aus einer Veröffentlichung können bei entsprechender Thematik also weitere Artikel, Einladungen zu Konferenzen und Seminaren oder Interviews entstehen.

Kosten pro Besucher verringern sich nochmals

Mit oben genannten Szenario sinken die Kosten pro Besucher nochmals. Denn aus der einmal getätigten Investition für das Schreiben und Verbreiten der Pressemitteilung sind zusätzliche Artikel entstanden, die – im Vergleich zu einer Anzeigenkampagne – weitere Besucher ohne Zusatzkosten bedeuten.

Links: Branding, Suchmaschinenposition, mehr Besucher

Der langfristige Effekt von Pressearbeit kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. So stellt das Team um Flint McGlaughlin von MarketingExperiments fest, dass ihre sieben Pressemitteilungen innerhalb eines halben Jahres fast 32.000 eingehende Links produziert haben.Neben einem direkten Mehr an Besuchern wurden das Branding und die Suchmaschinenposition verbessert.

Wenn Sie nun noch zusätzlich Ihre Pressemitteilung für Suchmaschinen optimieren, können Sie Ihre Reichweite nochmals erweitern.

Mehr dazu finden Sie hier:

Teil 1: Wie Sie mit Online-PR plus Google-News mehr erreichen

Teil 2: So erweitern Sie die Reichweite Ihrer Public Relations mit Google

Kosten für PR-Mitteilung abschätzbar

Die Kosten für eine Anzeigenkampagne bei Suchmaschinen sind nur im Bereich Media abschätzbar. Dagegen ist der Personalaufwand für Anpassungen und Überarbeitungen während der Kampagne nicht vorhersagbar. Dagegen sind die Kosten für eine PR-Kampagne fix. Sie zahlen für das Erstellen und Verbreiten in Presseverteilern einen festen Preis. Folgeinterviews und weitere Berichterstattung, die aus der ursprünglichen Pressemitteilung resultiert, ist bereits bezahlt.

 

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