Online-PR plus, Teil 2: So erweitern Sie die Reichweite Ihrer Public Relations mit Google

Von | Kategorie: Public Relations

Public Relations sorgen kurzfristig für Aufmerksamkeit und langfristig für Vertrauen. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, die Reichweite von Pressemitteilungen und auch die Verfügbarkeit zu verlängern. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mittels des Google Newsdienstes Ihrer Öffentlichkeitsarbeit einen entscheidenden Kick geben können.

Wenn Journalisten online recherchieren, so gehen sie oft Newsdienste an. Das hat zwei Gründe: Zum einen wissen sie, dass die dort verbreiteten Informationen aktuell sind, zum anderen können sie auch sehen, wie das jeweilige Thema von anderen Medien bewertet wurde. Denn der Mainstream-Journalismus arbeitet sich an Themen ab, die bereits durch Publikation geadelt wurden.

Newsdienste wie der von Yahoo veröffentlichen redaktionell betreute Inhalte. Was für Leser zum Teil von Vorteil sein kann, ist für Unternehmen manchmal ein Hindernis. Da ist der Newsdienst von Google wenig geschmäcklerisch, weil automatisiert. Er nimmt alles, was nach Google-Kriterien nach Themenrelevanz aussieht.

So machen Sie sich das für Ihre Arbeit zunutze:

Analysieren Sie die Nachrichtendienste

Wählen Sie einen Dienst aus, der seine Inhalte auf möglichst vielen Websites syndikalisiert. Der Grund: je häufiger ein Artikel von anderen Medien aufgenommen wurde, desto wichtiger wird er von Google erachtet.

Erstellen Sie eine Liste der stärksten Suchworte

Bevor Sie Ihre Pressemitteilung verfassen, erstellen Sie eine Liste mit den stärksten Suchworten (Keywords). Das können sowohl einzelne Wörter als auch Phrasen sein.

Nutzen Sie Googles Keyword-Vorschlagstool ( https://adwords.google.com/select/KeywordSandbox), um die jeweils besten Suchworte oder Phrasen herauszufinden. Sie sollten nicht mehr als zwei bis drei Suchworte in der Pressemitteilung verwenden. Das heißt: Ihre Pressemitteilung sollte sehr stark auf ein Thema fokussieren.

Tipps zum Texten

Nutzen Sie für Ihre Mitteilung, auch wenn sie im strengen Sinne eigentlich “Medieninformation” heißen müßte, den Begriff Pressemitteilung. Denn dieser wird (bei Google u.a.) weit häufiger gesucht als der definitorisch richtige Terminus.

Nutzen Sie die Statistik-Funktion auf Ihrer eigenen Website, um festzustellen, nach welchen Begriffen Ihre Besucher fragen.

Beobachten Sie die aktuellen Thementrends Ihrer Branche, um festzustellen, mit welchen Schwerpunkten und Begriffen Themen medial aufbereitet werden.

Verwenden Sie “Pressemitteilung” sowohl in der Überschrift als auch zwei- bis dreimal im Textkörper.

Ist Ihre Pressemitteilung länger als drei Absätze? Dann können Sie eine zweite Überschrift nutzen, um hier Ihr zentrales Suchwort unterzubringen.

Wenn die Länge der Pressemitteilung es erlaubt, nutzen Sie Zwischenüberschriften, um Suchworte zu platzieren.

Bewerben Sie ein Produkt, dann verwenden Sie eine häufig gesuchte generische Beschreibung. Es sei denn, Ihr Produkt ist bereits als Marke weithin bekannt. Das heißt: Sie schreiben: “kaufmännisches Kalkulationsprogramm für Unternehmen aus der Druckindustrie” anstatt “KalkPrint.

Traditionelle Pressemitteilungen variieren Begriffe und setzen auch Pronomen, um einen Begriff nicht zu häufig zu benutzen. Online-PR, die eine hohe Reichweite erzielen will, macht aber genau dieses: Sie ersetzt Pronomen wie “es” oder “sie” durch das passende Suchwort. Was gemeinhin als redundant angesehen wird, hat online durchaus seine Berechtigung. Zum einen liest der Online-Leser nur flüchtig, zum anderen ist die Häufung des Suchwortes im Sinne des Suchmaschinenmarketings positiv.

Verwenden Sie Links mit spezifischen Inhalten. Statt “weitere Informationen” lautet der Linktext “genaue Spezifikation von Beispielprodukt ABC”.

Veröffentlichen Sie Ihre Pressemitteilung auch auf Ihrer eigenen Website. Dabei sollten Sie auf der Homepage mit einem inhaltsreichen Link (wie im Punkt vorher beschrieben) auf die Meldung verlinken.

Postscriptum

Online-PR wurde lange Zeit lediglich als Öffentlichkeitsarbeit über den Internet-Kanal verstanden. Langsam scheint sich aber herauszuschälen, dass Online-PR einen eigenen Stil pflegt und damit spezifische Erfolge in Newsdiensten hat, deren Artikelverbreitung durch Suchmaschinentechnologien bestimmt werden.

Aus Sicht klassischer PR und sicherlich auch der Stilistik ist die teils redundante Beschreibung als Verarmung der (deutschen) Sprache zu kritisieren. Dazu gezwungen wird allerdings niemand.

Teil1: Wie Sie mit Online-PR plus Google-News mehr erreichen

 

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